Page 15 - s&l magazin Nr. 72 Juli 2026
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ERSCHEINT AUGUST ERSCHEINT AUGUST
ABER… DAS IST DOCH
OLIVIAS KÖRPER!
läufe… und sieht sein neuestes
Werk nicht aus wie Olivia?!
Mit Sicherheit kannten die Schui-
tens das epochale Gemälde Akt
eine Treppe herabsteigend, das
Marcel Duchamp 1912 malte
(und in dem er Kubismus mit Fu-
turismus vereinigte). Der große
Duchamp ging im Laufe seines
Schaffens nicht ganz so ernsthaft
zu Werke wie Natan auf Nogegon.
1912 lebte er eine Weile in Mün-
chen und verschickte Postkarten
vom Hofbräuhaus. Dem Bildhauer
Brancusi erklärte er: „Die Malerei
ist am Ende. Wer kann etwas Bes-
seres als einen Propeller machen?
Du etwa?“ Sein letztes Gemälde
trägt den rätselhaften Titel Tu m’,
das man getrost übersetzen kann
mit „Du kannst mich mal” – ein Fa-
zit seiner Tätigkeit?
Letztenendes lautet das Fazit des
Nelle sucht Olivia
Oberkollektors von Nogegon jedoch: „Eigentlich ist
Symmetrie dämlich. Diese Verpflichtung, alles noch
mal zu machen, bloss umgekehrt.“
Hohle Welten – NogegoN k
Zeichnung&Szenario: Luc & François Schuiten
72 S. | gebunden | Farbe | 23 x 31 cm
€ 22,80 | ISBN 978-3-96582-243-6
Bereits erschienen:
François Schuiten ist 1956 in Brüssel geboren.
Seine Bücher wurden in zehn Sprachen übersetzt
und bekamen ungezählte Auszeichnungen. Er ent-
warf Metro-Stationen in Paris und Brüssel, schuf
Bühnenbilder für Opern- und Ballettproduktionen
und Filme: Taxandria (mit Armin Mueller-Stahl) und
Les Quarxs. Und er entwarf Pavillons für Weltaus-
stellungen: Sevilla 1992, Hannover 2000 und Aichi, Japan, 2005.
Luc Schuiten, geboren 1944, schrieb Bücher wie
Archiborescence über eine Architektur der Zukunft,
die mehr der Natur folgt anstatt dem Konsumgedan-
ken. Er entwirft zum Beispiel Häuser, die Bäume und
deren Strukturen integrieren.
Ausgabe Nr. 72 / 2026
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