Schwarzer Humor, wie er nur britischen Gemütern entspringen kann - das ist diese Mischung aus Bilderbuch und Comic. Eigentlich ist Raymond Briggs Kinder- und Jugendbuchautor, aber seine Werke sind mitunter allzu sehr zum Fürchten, so z.B. das Atomkriegs-Drama Wenn der Wind weht.
Fungus der Bogeyman - das  angelsächsische Pendant zum Schwarzen Mann - ist eine Studie über Wesen und Wirken der unappetitlichen grünen Wesen aus Bogeyland, ein zutiefst lehrreicher Gang durch die Alltagskultur britischer Mittelschichtsbürger - aus der Ekel-Perspektive. Der Dichterfürst Kroethe beschrieb die düsteren Gefilde mit den unsterblichen Versen:

„Im ew'gen Nebel dräut der Fluch,
des Bogeymannes dumpfer Ruch.
Das Land der Sümpfe und Moraste,
unwirtlich ist's und feucht dem Gaste.
Wo überall hängt fett die Wrase
und Tropfen fall'n von jeder Nase.”

Raymond Briggs wurde 1934 in Wimbledon geboren, verließ die Schule mit 15 Jahren, um fortan nur noch eines zu tun: zu zeichnen. Nach dem Grafik-Studium begann er Kinder- und Jugendbücher zu illustrieren. In seinen weltberühmten Bilderbüchern sieht er die Welt stets auf liebevoll-ironische Weise mit den Augen der kleinen Leute. Sein Vater, ein Milchmann, konnte nicht ahnen, dass sein Sohn ihn eines Tages als Vorbild für den berühmten Weihnachtsmann benutzen würde. Heute ist Briggs ein vielfach ausgezeichneter Künstler.

Hauptaufgabe und Lebenszweck der Bogeys ist es, die Menschen zu piesacken, meistens bei Nacht.